PV-Anlage in 3 Schritten online planen
Auf den ersten Blick ein Gewinn – doch hinter vielen Solaranlagen verbergen sich teure Zusatzkosten. Eine gute Vorbereitung schützt vor bösen Überraschungen. (Foto: photovoltaik.org)
Von außen scheint alles einfach: Eine Solaranlage aufs Dach, Strom sparen, Einspeisevergütung kassieren – und das Klima schützen. Kein Wunder, dass in Deutschland so viele Menschen wie nie zuvor in Photovoltaik investieren. Doch zwischen glänzenden Werbeversprechen und der Realität lauern Kosten, die kaum jemand vorher auf dem Zettel hat. Und genau diese „unsichtbaren“ Ausgaben entscheiden oft darüber, ob sich die Investition wirklich lohnt.
Hier sind fünf der häufigsten – und teuersten – Kostenfallen, die viele erst nach dem Vertragsabschluss bemerken:
Bevor deine Anlage ans Netz geht, muss dein Stromanschluss angepasst werden – vor allem durch einen sogenannten Zweirichtungszähler. Manche Anbieter erwähnen diese Notwendigkeit erst im Kleingedruckten. Je nach Netzbetreiber und Aufwand kann das schnell zwischen 200 und 800 Euro kosten. Besonders problematisch: Du bist dabei auf den Netzbetreiber angewiesen – und hast oft keinen Einfluss auf Preis oder Zeitpunkt.
Tipp: Lass dir frühzeitig bestätigen, ob diese Kosten im Angebot enthalten sind – oder ob sie extra abgerechnet werden.
Gerade bei älteren Häusern reicht es nicht, einfach Module aufs Dach zu schrauben. Zunächst muss ein Statiker prüfen, ob dein Dach überhaupt für das zusätzliche Gewicht geeignet ist. Ist das nicht der Fall, wird eine Verstärkung notwendig – was bis zu 2.000 Euro oder mehr kosten kann. Viele Anbieter klären erst spät über diesen Punkt auf.
Tipp: Bestehe auf eine Statikprüfung vor Vertragsunterschrift – und frage konkret nach möglichen Folgekosten.
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SUCHENKlingt banal, ist aber häufig eine Kostenfalle: Für die Installation ist fast immer ein Gerüst nötig – und das kann je nach Höhe und Zugänglichkeit deines Hauses zwischen 300 und 1.500 Euro kosten. Achte darauf, ob in deinem Angebot von einem „schlüsselfertigen Preis“ oder lediglich von den „Modulkosten“ die Rede ist.
Tipp: Lass dir schriftlich bestätigen, ob Montage, Gerüst und Transport im Preis inbegriffen sind.
Zwar gilt Photovoltaik als wartungsarm, aber ganz ohne Pflege geht es nicht. Regelmäßige Wartung wird für viele Garantien vorausgesetzt – und auch eine Reinigung kann sinnvoll sein, vor allem bei Anlagen in ländlichen oder staubigen Regionen. Zudem verlangen viele Versicherer Zusatzpolicen für Schäden durch Sturm, Blitzschlag oder Vandalismus.
Rechenbeispiel: Eine Wartung alle zwei bis drei Jahre kann zwischen 150 und 300 Euro kosten. Versicherung? Nochmals 50–150 Euro pro Jahr.
Tipp: Plane laufende Betriebskosten gleich von Anfang an mit ein – vor allem bei Wirtschaftlichkeitsrechnungen.
Viele Kunden wollen später einen Batteriespeicher oder ein Smart-Home-System nachrüsten. Doch dabei lauern technische und finanzielle Hürden: Speicher müssen zur vorhandenen Anlage passen, erfordern neue Wechselrichter oder Steuerungseinheiten – und verursachen Kosten ab 6.000 Euro aufwärts. Auch Softwareupdates oder neue Apps sind nicht immer kostenlos.
Tipp: Wer den Eigenverbrauch maximieren will, sollte schon beim Kauf über Speicher und Steuerung nachdenken – und Angebote für beides vergleichen.
Letzte Aktualisierung: 12.05.2025